Über uns

Rettungsdienst und Krankentransport gewährt Einblick

Cornavirus verändert Arbeitsabläufe und das Miteinander.

Natürlich beschäftigt das DRK Cuxhaven/Hadeln im Bereich Rettungsdienst und Krankentransport die Infektionskrankheit Covid-19 (Coronavirus) auch ganz besonders. Hygiene, Schutzmaßnahmen und geordnete Arbeitsabläufe stehen dort ganz oben auf der Liste.

Wird das Team vom Rettungsdienst oder Krankentransport zu einem Einsatz gerufen, ist eine genaue Abfrage des Patienten entscheidend. Diese erfolgt entweder direkt vor Ort oder über die Rettungsdienstleitstelle im Vorwege. Hat die/der Betroffene respiratorische Anzeichen wie Husten oder Atemwegsbeschwerden? Hat der Patient Temperatur oder hohes Fieber (ab 37,5 °C)? Auch Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksstörungen können Symptome sein. Hatte sie/er unmittelbaren direkten Kontakt zu einem Corona-Patienten? Wenn ja, müssen in erster Linie Vorkehrungen im Team getroffen werden, so dass kein Mitarbeiter mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert werden kann. Die Schutzausrüstung besteht aus Haarnetz, Schutzbrille, Schutzkittel/Ganzkörperanzug, Handschuhe und einer FFP2-Maske. Der Patient bekommt, wenn er es toleriert und das Krankheitsbild es zulässt, ebenfalls einen Mund-Nasenschutz. Eine FFP2-Maske gehört bei uns zum Standard. Das Krankenhaus welches angefahren werden soll, wird bei infektiösen Patienten während der Fahrt informiert, so dass auch sie sich dementsprechend vorbereiten können.

Nach einem Infektionstransport und einem Corona-Verdachtsfall in ein geeignetes Krankenhaus oder eine ärztliche Einrichtung wird das Fahrzeug komplett nach einem vorgeschriebenem Hygieneplan mit speziellen Desinfektionsmitteln gereinigt. Dazu zählen unter anderem Trage, Geräte, Innenraumflächen und Gurte. Dies bedeutet natürlich auch, dass der Rettungswagen oder Krankenwagen zu dieser Zeit nicht einsatzbereit ist. Anschließend werden die kontaminierten Schutzausrüstungen entsorgt und die Arbeitskleidung gesondert in Isolationsbeuteln der Wäschefirma zugeführt. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Virus keine Chance hat. Denn der wichtigste Punkt ist in diesem Fall, die Beschäftigten zu schützen, eine Infektionskette zu unterbrechen und ihm keinen Nährboden zu bieten. Wenn alle Verbrauchsmaterialien wie beispielsweise verbrauchte Medikamente oder Ähnliches auf dem Fahrzeug aufgefüllt wurden, meldet sich das Team bei der Rettungsdienstleitstelle wieder einsatzbereit. Daher kann ein Einsatz durchaus auch mal mehrere Stunden andauern.

Auf den Rettungswachen Otterndorf, Hemmoor und dem Rettungsdiensstandort Candenberge wurde in Zusammenarbeit mit dem firmeninternen Desinfektor/Hygienebeauftragten ein genaues Hygienekonzept erstellt. Somit kann sichergestellt werden, dass auch dort die Mitarbeitenden zu jeder Zeit geschützt sind. Um das Infektionsrisiko unter den Kollegen zu verringern, wurde auf der Rettungswache in Otterndorf eine räumliche Trennung vorgenommen. Dort sind ein Rettungswagen (RTW) und zwei Krankentransportwagen (KTW) stationiert. Pro Fahrzeug befinden sich stets zwei Kolleginnen oder Kollegen im Dienst. Dementsprechend sind tagsüber bis zu sechs Personen auf der Rettungswache, zur Aufteilung werden jetzt die Ruheräume genutzt.
Von den fünf Ruheräumen, werden je zwei Ruheräume von einer Besatzung belegt. Die dritte Besatzung befindet sich dann in unserem Aufenthaltsraum. Der fünfte Ruheraum wurde zu einem weiteren Aufenthaltsraum, bzw. Esszimmer umgebaut, damit auch hier genug Ausweichmöglichkeiten sind und der Abstand zu anderen Kolleginnen und Kollegen jederzeit gewährleistet ist. Sollte ein Abstand mal nicht eingehalten werden können, so wird ein Mund-Nasenschutz getragen. Zum Dienstende desinfiziert dann jeder die Kontaktflächen in dem Raum, in dem er sich aufgehalten hat und bestätigt dieses mit seiner Unterschrift, damit die nächste Schicht den Raum nutzen kann. Dieses System hat sich bei uns sehr gut etabliert, dennoch gibt es trotz allem gewisse Nachteile. Die Gespräche unter den Kollegen haben sich stark verringert. Es wird viel weniger gemeinsam gelacht oder einfach mal ein Gesellschaftsspiel gespielt.

zurück zur Übersicht