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Kita Lamstedt Neubau

Der Neubau der Kita in Lamstedt steht in den Startlöchern.

Nicht allzu lange ist es her, dass das DRK damit betraut wurde, den Bau einer Kita zu begleiten. Das, was in Altenwalde langsam der Vergangenheit angehört, startet nun in Lamstedt. Hinter dem Neubau einer Kita steckt mehr als man zunächst annehmen mag. Neue Kitas entstehen dort, wo auch Betreuungsbedarf vorhanden ist. Dieser ergibt sich aus den gemeldeten Kinderzahlen des Einwohnermelderegisters. So wird nicht nur der aktuelle Bedarf abgefragt, sondern auch eine Prognose für die nächsten Jahrzehnte aufgestellt. Sobald feststeht, dass eine neue Kita benötigt wird, suchen der zukünftige Träger und die Kommune einen geeigneten Standort für die Kita, der sich nach den vorhandenen Bebauungsplänen richtet. Steht der Standort fest, geht die Suche weiter, diesmal jedoch nach einem Architekten, der das Neubauprojekt in Zusammenarbeit mit dem Träger und der Kommune plant und eine erste Kostenkalkulation aufstellt. Die Gesetzliche Unfallversicherung (GUV) sowie das Landesjugendamt, dessen Vorgaben stets zu berücksichtigen sind, werden mit in die Planung einbezogen. Vorgaben seitens des Landesjugendamtes gibt es beispielsweise für die räumliche Ausstattung einer Kita oder aber die Anforderungen an die Sanitärbereiche für die Kinder. Indem die GUV und das Landesjugendamt schriftlich Stellung zum Neubau nehmen, haben sie die Möglichkeit, ihren Standpunkt durch Hinweise und Vorgaben einzubringen. Nun steht also die Planung des Neubaus fest. Bis aber endlich mit dem Bau gestartet werden kann, vergehen viele Monate. Es muss eine Baugenehmigung beantragt werden, bis zu dessen Genehmigung drei bis acht Monate vergehen können.

Im nächsten Schritt werden die Gewerke zum Neubau der Kita öffentlich ausgeschrieben, auf die sich Firmen mit einem konkreten Angebot bewerben können. Dabei ist den Firmen der Qualitätsanspruch bekannt. Die Ausschreibung der Gewerke ist bei dem Neubau einer Kindertagesstätte ganz besonders interessant und aufregend. Nach der Abgabefrist werden im Rahmen der Submission die Angebote unter Zeugen geöffnet. Die Submission ist die Vergabe eines öffentlich ausgeschriebenen Auftrags, an die Firmen, die das günstigste Angebot machen. Erst hier stellt sich heraus, wie teuer die Kita letztendlich werden wird. Hier ist hervorzuheben, dass sich die Erfahrungswerte des Architekten in der Kostenberechnung des Neubaus bezahlt machen. Durch seine Expertise stellt er vor der Submission eine realistische Kostenkalkulation auf, die den qualitativen Anforderungen entspricht und sich in dem Rahmen bewegt, der sich durch die Submission ergibt. Nachdem nun Firmen mit dem Auftrag betraut wurden, die neue Kita zu errichten, erfolgt der erste Spatenstich. An diesem Event nehmen der Träger, die Kommune und der Architekt teil und läuten damit den ersten sichtbaren Schritt für die Öffentlichkeit ein – den Beginn des Neubaus. Nachdem die ersten Fundamente gesetzt und erste Steine gemauert wurden, erfolgt die Grundsteinlegung. Im weiteren Verlauf erfolgen dann das Richtfest und letzten Endes die Schlüsselübergabe mit der offiziellen Neueröffnung der Kita.
So viel zur Theorie, die Praxis steckt noch mittendrin, denn es sind bereits viele Monate vergangen, seitdem feststeht, dass in Lamstedt eine neue Kita errichtet werden soll. Nun steht der Neubau buchstäblich in den Startlöchern. Der erste Spatenstich ist im November 2020 erfolgt. Die neue vier-gruppige Kita wird um den Schützenplatz herum entstehen. Mit der Neueröffnung der Kita kann im Frühjahr 2022 gerechnet werden. Die geplante Bauzeit liegt zwischen 14 und 16 Monaten, die in vergangenen Neubauprojekten stets eingehalten werden konnte. Neben den baulichen Maßnahmen sind natürlich auch organisatorische Aspekte nicht zu unterschätzen. Für den späteren Kita-Betrieb muss Personal gefunden werden, wozu sowohl die Einrichtungsleitung und die pädagogischen Fachkräfte gehören als auch Kräfte für die Küche und die Reinigung der Kita. Insbesondere die Leitungsfunktion wird frühzeitig besetzt werden, sodass sie an Entscheidungsprozessen und der Ausgestaltung der neuen Kindertagesstätte von Beginn an beteiligt werden kann. Analog zu der neuen Kita in Altenwalde wird, je nach geplanten Öffnungsdatum, auch das pädagogische Personal im Vorfeld eingestellt und bereits in anderen Kitas eingesetzt werden, ohne dass dabei zusätzliche Kosten entstehen. Die neugewonnenen Fachkräfte können so die Strukturen des DRK Cuxhaven/Hadeln, die pädagogische Konzeption und das neue Team bereits vor der Inbetriebnahme des Neubaus kennenlernen.

In Lamstedt ist der Betreuungsbedarf sehr hoch, sodass bereits zum jetzigen Zeitpunkt zweieinhalb der vier neuen Gruppen mit Kindern aus den bestehenden Kitas im Ort belegt sind. Die Lamstedter Kitas haben seit Jahren mit Genehmigung des Landesjugendamtes übergangsweise eine Möglichkeit geschaffen, um den erhöhten Betreuungsbedarf in der Kommune aufzufangen.

Die neue Kita wird den Eltern zukünftig ein großzügiges Betreuungsangebot für ihre Kinder bieten. So kann nicht nur von Seiten des Trägers und der Kommune der Neueröffnung freudig entgegengefiebert werden.

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