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Mit „Balu“ an meiner Seite

„Balu und Du“: Junge Mentoren bis 30 Jahre für die Begleitung von Grundschulkindern gesucht.

So wie der Bär Balu im „Dschungelbuch“ den Menschenjungen Mogli durch den Dschungel begleitet und als Kumpel die Welt erklärt, funktioniert das Modell von „Balu und Du“: Junge Erwachsene begleiten als Mentoren ein Kind ein Jahr lang einmal in der Woche und verbringen mit ihm eine gute Zeit. In Cuxhaven und Otterndorf ist jetzt ein neuer „Balu-und-Du“-Standort gegründet worden. Mit dabei ist neben dem Deutschen Roten Kreuz Cuxhaven/Hadeln und dem Freiwilligenzentrum auch die Reederei BREB aus Cuxhaven – „das erste Mal, dass ein Unternehmen einen Standort mitgründet“, stellt Dennis Knorr, „Balu-und-Du“-Projektentwickler in Niedersachsen, fest. Das liegt daran, dass „Personalerin“ Wibke Ehlers Feuer und Flamme war, als sie von dem Modell hörte. Ein Vorbild zu haben, das einem einfach mal ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt – das gönnt sie jedem Kind. „Es geht um ganz einfache und normale Dinge, die sich ein Duo vornehmen kann“, erklärt Dennis Knorr, „etwas, auf das beide Lust haben.“ Einzige Bedingung: Um Schule und Nachhilfeunterricht soll es nicht gehen. Bewusst werde die Altersgrenze bei den „Balus“ bei 17 bis 30 Jahren gesetzt, damit die Begleiterinnen und Begleiter noch nah genug dran sind an der Lebenswelt der Jüngeren. Auch ein „Balu“ dürfe noch Freude am Spielen haben, könne mit seinem „Mogli“ -kind (im Grundschulalter) die nächsten Spielplätze oder den Strand erkunden, einfach „das Lebensfeld erweitern“. Dabei seien keine teuren Unternehmungen erforderlich. Ein Budget von zehn Euro im Monat pro Gespann ermöglicht aber hier und da mal ein Eintrittsgeld. Nicht allein gelassen damit die „Balus“ nicht allein gelassen werden, ist eine pädagogische Begleitung (Supervision) verpflichtender Teil des Konzepts. Hier kommt das DRK mit seinen Jugendhilfestationen Otterndorf und Ritzebüttel ins Spiel. Deren Leitungskräfte Antje Fritsche und Andreas Riedel würden die Begleitung der „Balus“ übernehmen – Zeitaufwand: etwa zwei bis drei Stunden alle 14 Tage. Dazu wird nach jedem Kontakt über ein Internet-Formular eine kurze Inhaltsangabe über das Treffen verfasst. Begeisterung und Hoffnung besteht auch, unter anderem über das DRK Kontakt zu jungen Erwachsenen zu wecken, die sich dieses Ehrenamt vorstellen könnten: „Wir haben eigene Kindertagesstätten, Kontakte zu den berufsbildenden Schulen, also einen guten Draht zu der Altersgruppe“, so Antje Fritsche. Dennis Knorr kennt es, wenn viele junge Leute nach der Schule die Region verlassen und die Konkurrenz an Engagement-Feldern groß ist. Doch zwei, drei, vier Gespanne seien völlig in Ordnung für die Pilotphase; pro Standort gebe es im Schnitt zehn „Balus“ und „Moglis“. Wobei die Zahl an Kindern, die als „Moglis“ infrage kämen, mit Sicherheit viel höher sei, waren sich alle Beteiligten im Abstimmungsgespräch einig. „Jemand trifft sich nur mit mir?“ – Diese Aussicht lasse Kinderaugen sofort leuchten, besonders wertvoll sei diese Zuwendung für Kinder in „herausfordernden“ Lebensumständen. „Es handelt sich aber um ein präventives Angebot, keine Hilfe zur Erziehung“, stellen Antje Fritsche und Andreas Riedel klar. Mit der Übernahme erster Ausgaben, aber auch mit ihrem Netzwerk wollen Arne und Wibke Ehlers von der BREB das Projekt „Balu und Du“ in der Region anschieben.
So geht es:
• Ein „Balu-und-du“-Gespann trifft sich immer für ein Jahr – einmal wöchentlich für ein bis drei Stunden.
• „Balus“ dürfen 17 bis 30 Jahre alt sein. Ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis muss vorgelegt werden. Über Bewerbungsbögen und –gespräche werden die richtigen „Balus“ und „Moglis“ zusammengebracht.
• Ein „Balu“ muss keinen pädagogischen Beruf ausüben.
• Kontakt: Freiwilligenzentrum Cuxhaven, Telefon (0 47 21) 51 06 34, E-Mail info@fwz-cuxhaven.de; Engagementbörse der „Engagierten Stadt Cuxhaven“: www.engagiertestadtcuxhaven.de/engagementboerse; DRK Cuxhaven/Hadeln, Telefon (0 47 51) 99 09-0.
• Infos: www.balu-und-du.de

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