Über uns

Haus am Süderwall Menüservice

Corona Bericht aus der Küche.

Am 13. März 2020 erfuhren wir, dass Schulen und Kindergärten im Land Niedersachsen bis zum Ende der Osterferien geschlossen werden. Das bedeutete für uns einen Rückgang der Essenszahlen um ca. 50%. Schnell musste versucht werden, bereits getätigte Bestellungen rückgängig zu machen bzw. zu reduzieren. Bereits eingekaufte Lebensmittel mussten schnell verarbeitet oder haltbar gemacht werden, um große Verluste soweit wie möglich zu reduzieren. In der Küche bedeutete dies natürlich eine Reduzierung der routinemäßigen Arbeiten. Andererseits war plötzlich auch mal Zeit für Arbeiten, zu denen man sonst häufig nicht gekommen ist. Dadurch, dass keine Essen mehr an Schulen und Kindergärten geliefert werden mussten, hatten auch die Fahrer unvermittelt mehr Zeit zur Verfügung.
Fast gleichzeitig mit der Schließung der Schulen und Kindergärten wurden auch Tagespflegeeinrichtungen geschlossen und Menschen aus den sogenannten Risikogruppen wurden aufgefordert, möglichst wenig Kontakt zu anderen Menschen zu haben. Kurz entschlossen wurde zusätzliches Geschirr für unseren Menüservice angeschafft, um der größeren Nachfrage nach einem Essensangebot für zu Haus nachkommen zu können. Anzeigen in der Lokalpresse informierten die Bürger noch einmal über unser Angebot. Durch diese Maßnahme konnten wir die Beschäftigungssituation für Fahrer und Küchenpersonal schnell wieder verbessern.
Um das Infektionsrisiko für unsere Menüservicekunden auf ein Minimum zu reduzieren, wurden alle Essensteilnehmer dazu aufgefordert, einen Stuhl oder einen kleinen Tisch vor ihre Haustüren zu stellen, auf dem der Fahrer das Essen abstellen kann. Hierdurch soll ein direkter Kontakt zwischen Lieferant und Kunde vermieden werden. Im und am Seniorenheim wurden zusätzliche Möglichkeiten zur Händedesinfektion geschaffen. Die Warenübergabe durch die Lieferanten findet nicht mehr im Gebäude, sondern auf dem Hof statt. Auch die Übergabe der Essen an die Menüfahrer wird so vollzogen. Begegnungen zwischen Bewohnern und Personal können von Seiten der Mitarbeiter nur noch mit einem Mundschutz stattfinden. All das in der großen Hoffnung, dass das Virus es nicht schafft in unsere Einrichtung einzudringen.
Natürlich sind auch bei uns die Mundschutze ein rares Gut. Glücklicherweise ist es uns gelungen, hilfsbereite Leute zu finden, die uns spontan viele Mundschutze nähen konnten. Trotz der gestiegenen Nachfrage im Menüservice reicht das jetzige Arbeitsaufkommen nicht, um alle Mitarbeiter in gewohnter Weise zu beschäftigen. Irgendwann sind auch die häufig aufgeschobenen Arbeiten erledigt. Zum Glück haben viele unserer Leute noch ein gut gefülltes Überstundenkonto, welches erstmal abgebaut werden kann.

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