Über uns

Haus Am Dobrock Ergotherapie

Liebe Leserinnen und Leser!

Auch für die Bewohner und Mitarbeiter im Haus Am Dobrock hat sich durch die Corona-Pandemie einiges verändert. Es sind Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, die uns helfen sollen gesund und munter zu bleiben.

Für die Senioren ist die schmerzlichste Veränderung die Tatsache, dass ihre Angehörigen nicht zu Besuch kommen können. Dadurch werden die meist innigen Beziehungen für unbestimmte Zeit unterbrochen, Nähe und Vertrautheiten fehlen. Es ist uns Mitarbeitern, egal wie liebevoll wir uns um das Wohlergehen der Bewohner bemühen, nicht möglich das gänzlich auszugleichen.

Aber wir waren und sind nicht untätig, haben uns überlegt wie wir – Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter- weiter in Kontakt bleiben können.

Wir haben mit oder für die Bewohner Grußkarten geschrieben, etwas dass in der heutigen schnellen Zeit aus der Mode gekommen ist. Gemeinsam mit den Senioren konnten wir uns über die Antworten freuen. Haben in den verschiedenen Hausgemeinschaften um den Tisch herumgesessen und die Karten und Briefe gelesen und auch so manches liebevoll gepackte Paket geplündert. Die Freude war jedes Mal riesengroß!! Wie wohltuend ist es zu wissen, dass niemand im Haus Am Dobrock allein ist. Natürlich ist auch so manche Träne geflossen, und nicht nur bei den Bewohnern.

Wie schön, dass die Zusammenarbeit mit den Angehörigen so gut und vertrauensvoll ist. Denn Vertrauen zu uns, unserer professionellen Arbeit und unsere Liebe zu den Menschen mussten die Familien, Freunde oder Bekannten der Senioren haben.

Außer schriftlichen Kontakt wurde häufig telefoniert, die Stimme der Kinder Enkel usw. zu hören tat gut. Besondere Freude bereiteten die Video-Anrufe, nicht nur zu hören, dass es den Anderen gut geht, sondern ihn auch zu sehen, sich selbst davon zu überzeugen.

Bilder, Fotoalben und die Geschichten und Erlebnisse dazu, Erinnerungen wurden täglich ausgetauscht. Die wiederkehrenden wöchentlichen Aktivitäten zum Beispiel kegeln, singen, Sitztanz, Gedächtnistraining wurden durchgeführt. Ausfallen mussten die geplanten Konzerte, Bingorunden, Andachten und auch der Besuchsdienst, alle Angebote bei denen Ehrenamtliche ins Haus kommen. Der Einkaufsdienst konnte weiter gehen, die Bedarfsliste wurde in einer Box vor dem Haus deponiert und die gekauften Artikel in der Verwaltung abgegeben.

Um Freude und Abwechslung in den Alltag zu bringen, überlegten sich die Mitarbeiter, dass ein „Angrillen“ Ende März, also Bratwurst, Salate und Bier immer für gute Stimmung sorgen.
Und so war es auch!! Auch ein gemütliches Beisammensein am späten Nachmittag bei Schlagermusik, Käsewürfel und einem Glas Rotwein genossen die Senioren.

Und eine besondere Freude erreichte uns vom Kinderhaus Bülkau: ein selbstgemaltes Bild. Vielen Dank dafür.

Herr Hitzegrad meldete sich, fragte, ob er uns unterstützen kann und bot an am Ostersonntag im Innenhof Posaune zu spielen. Auch hierfür herzlichen Dank.

Unser „Jerry“ besucht die Bewohner weiterhin jeden Donnerstag, sein Frauchen bringt ihn bis zum Parkplatz und der Hund stürmt in Richtung Bewohner. Er verbreitet viel Freude im Haus.
Für die Briefe, Karten und Anrufe, in denen uns Unterstützung angeboten wurde oder mit aufmunternden Worten bedanken wir uns ebenfalls.

Renate Weber
Fachergotherapeutin für Demenz

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