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12-Stunden-Dienst bei der Bereitschaft Hemmoor

Am vergangenen Sonnabend begann um 9.00 Uhr der 12-Stunden-Dienst der Bereitschaft Hemmoor.

„Dieser Dienst war angesetzt um reichlich für den Ernstfall zu trainieren und zu üben", sagte der Bereitschaftsleiter Alexander Wellbrock von der Bereitschaft Hemmoor. Es kommt immer mehr vor, das die Bereitschaft mit einem der zwei Rettungswagen in eine Gebietsabdeckung gerufen wird, wenn der Regelrettungsdienst mit allen Rettungswagen (RTW) im Einsatz ist. Hier müssen dann auch alle Helfer der Bereitschaft fit sein. So begann der Tag mit etwas Theorie, bis es dann gegen 10.00 Uhr zu einen Einsatz am Aussichtsturm Olymp in der Wingst kam. Hier war eine Frau hinter ihrem Sohn zu eilig die Treppen vom Turm nach unten gerannt. Dabei kam es zu einer Atemnot. Die Frau drohte zu kollabieren. Ein Rettungswagen der Bereitschaft wurde gerufen und war nach einigen Minuten Anfahrt an der Einsatzstelle. Eine ausgebildete Rettungssanitäterin und zwei Helfer versorgten die Frau und transportierten sie anschließen per RTW in die Hemmoorer Universitätsklinik Am Heideberg. Hier wurde auch das Fahren unter Einsatzbedingungen geübt. Gleich nach dem Einsatz gab es eine Nachbesprechung. Einen weiteren Einsatz gab es gegen 13.00 Uhr. Eine fachmännisch vom DRK-Drochtersen geschminkte Unfalldarstellerin, ebenfalls vom DRK-Drochtersen, die über einen Baumstamm gesprungen war und sich hierbei ein Schädelhirntrauma und eine offene Unterschenkelfraktur zugezogen hatte, lag im Gelände hinter dem Aussichtsturm am Balksee. Nach Eintreffen des Rettungswagens der Bereitschaft Hemmoor musste erst einmal über eine lange Wegstrecke die Verletzte gesucht werden. Daraufhin begann die Besatzung die verunglückte Patientin zu versorgen. Neben der Wundversorgung des offenen Bruches wurde das Schädelhirntrauma versorgt. Hier musste ein Notarzt (ein ausgebildeter Notfallsanitäter vom Rettungsdienst Hemmoor) hinzugerufen werden. Nachdem die Patientin auch hier versorgt war, kam sie ebenfalls in eine Klinik. Die Feuerwehr Hechthausen wurde mit einbezogen. Gegen 17.00 Uhr wurde der RTW der Bereitschaft und die Feuerwehr Hechthausen zu einem Einsatz nach Hechthausen zu einem Wohnhaus am Marktplatz alarmiert. Hier hatte sich eine Frau in einem verschlossenen Keller verbarrikadiert. Es bestand die Gefahr, dass sie sich etwas antun wollte. Nach erster Erkundung durch die Kräfte der Feuerwehr, kam es umgehend zu einer Türöffnung. Nach intensiver Suche unter schwerem Atemschutz konnte ausgemacht werden, dass im Keller aus den Ritzen einer verschlossenen Tür Rauch quoll. Auch hier kam es dann zu einer Nottüröffnung. Hinter der Tür fand die Feuerwehr einen angezündeten Grill und eine bewusstlose Person vor. Der qualmende Grill wurde sofort entfernt. Da Lebensgefahr bestand, begann die Rettung der Frau aus dem verrauchten Keller mit vier Atemschutzträgern. Über eine sehr enge Treppe musste sie aus dem Keller geholt werden und wurde an den Rettungswagen der Bereitschaft übergeben. Hier wurde die Frau, die inzwischen wieder ansprechbar war, weiter versorgt und in die Klinik gefahren. Nach diesem Einsatz waren die Übungen beendet und es gab eine große Nachbesprechung. Wie Alexander Wellbrock und Sabrina Gerken von der Bereitschaft mitteilten, gab es einige Dinge wo man noch etwas dran arbeiten muss, aber dafür sind solche Übungen ja da. Alles in allem ein toller Tag der auf jeden Fall mit weiteren Übungen wiederholt wird.

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