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Sicherheit im Alltag

Das Vortragsangebot stieß auf große Resonanz I Hemmoorer Ortvereine servierten Kaffee und Kuchen

Auf einen mit gut 80 Personen gefüllten Veranstaltungsraum traf Bernhard Isele Mitte Juni im Hemmoorer Familienzentrum. Bereits seit 13 Jahren kümmert sich der Polizeioberkommissar in Vollzeit um das Thema Prävention und so überraschte ihn die große Resonanz auf die Einladung, die das DRK öffentlich ausgesprochen hatte, nicht. Er weiß um die brennende Aktualität des Themas Sicherheit und den daraus resultierenden Präventionsbedarf der Bürgerinnen und Bürger vor beispielsweise Taschendiebstahl, Einbruchsdelikten, Telefon- und Haustürtrickbetrügereien.
„Einbrecher gehen nicht nach materiellen Gesichtspunkten vor, sondern nach Gelegenheit“, so Isele. Häufig sei dieses tagsüber der Fall, wenn die Wohnung leer stehe. „Ich zeige Ihnen die Schwachstellen in und an Ihrem Haus“, so bot der Polizist eine kostenfreie Beratung an. Die meisten Anfragen erfolgen leider erst nach einem Einbruch. Lediglich zweimal wurde er vor einem Hausbau um Beratung gebeten. Fenster, insbesondere im rückwärtigen, der Straßenseite abgewandten Bereich, seien Schwachstellen.
Seiner Erfahrung nach seien die Einbrecher in der Regel mit kleinem Werkzeug wie Kuhfuß, Akkuschrauber oder Brecheisen unterwegs. Bernhard Isele wies die Zuhörer auf Möglichkeiten der technischen Sicherung von Haustüren und Fenstern hin, die nachrüstbar seien. Ein Sperrbügelschloss zur Sicherung der Haustür sowie Pilzkopfverriegelungen in Kombination mit einbruchhemmenden Fenstergriffen seien sinnvolle Anschaffungen.
Vom Aufhalten der Eindringlinge riet er klar ab: „Rufen Sie gleich an, nicht erst am nächsten Tag. Dafür sind wir da.“ Anwesenheit vorzutäuschen, sei ein probates Mittel: „Parken Sie Ihr Auto sichtbar auf dem Grundstück, schalten Sie Klingel und Anrufbeantworter aus, schrecken Sie durch das Anbringen von Alarmattrappen ab.“
Hochinteressiert lauschten die Gäste seinen Ausführungen und genossen nebenbei den gemütlichen Rahmen, für den mit Kaffee und Kuchen sowie liebevoll eingedeckten Plätzen die Damen der Ortsvereine Hemmoor Basbeck/Warstade und Westersode/Althemmoor mit Unterstützung des DRK-Shops und der Koordinatorin des Familienzentrum Marion Imeri gesorgt hatten.
Im Anschluss gab es für jeden die Gelegenheit, beim Hausnotruf mehr zum Thema „Sicherheit auf Knopfdruck“ zu erfahren. „Der Bedarf steigt“, weiß auch Einrichtungsleiterin Kirsten Lohse, die kürzlich den 1.3000sten Hausnotruf-Nutzer begrüßen durfte. Das Hausnotrufteam ist telefonisch erreichbar unter: (0 47 21) 42 24 25.

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