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Nordlichter mussten auf Neuwerk bleiben

Wie auch in den vergangenen Jahren verbrachten die angehenden Schulkinder der Kindertagesstätte Nordlicht aus Sahlenburg ihre Abschlussfahrt wieder auf Neuwerk.

Drei tolle und aufregende Tage lagen vor ihnen. Dann endlich war es soweit. Sie trafen sich mit ihrer Erzieherin Tanja Hajdari und ihrem Erzieher Klaus Habich an der Wattwagenauffahrt am Strand in Sahlenburg. Das Wetter hätte an diesem Tag besser sein können, aber zumindest war es trocken. Das Gepäck wurde noch schnell auf dem Trecker verladen und dann durften sie endlich auf den Wattwagen klettern. Sie verabschiedeten sich noch kurz von den Eltern, die noch unzählige Fotos von ihren Kindern schießen wollten. Dann ging es los. Die Fahrt mit dem Wattwagen war für die meisten Kinder ein erstmaliges Erlebnis. Auf der Insel angekommen bezogen sie ihr Quartier im Hause Fock. Es stand eine Inselerkundung auf dem Programm, bei der sie bereits die schöne Landschaft und den weiten Blick über das Wasser entdecken konnten. Der erste Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und austoben auf dem Deich und dem nahe gelegenen Bolzplatz. Dann fiel Hannah plötzlich ein, dass ihr größerer Bruder im letzten Jahr auf seiner Abschlussfahrt nach Neuwerk einen Schatz auf dem Friedhof der Namenlosen gefunden hat. Also brannten alle Kinder darauf, an diesem Ort nochmal nach dem rechten zu schauen, doch leider war hier kein Schatz zu finden. Nun konnten aber alle beruhigt ins Bett gehen. Am zweiten Tag war eine Turmbesichtigung, der Besuch des Nationalparkzentrums und ganz viel Zeit zum ausgiebigen Spielen und Toben auf dem Deich geplant. Es herrschte ein ziemlich rauer Wind an diesem Tag. Der Aufstieg zum Turm verlangte gute Kondition von allen. Oben angekommen nahmen die beiden Betreuer die Kinder zwischen sich, da sich der Wind dort wie Windstärke 10 anfühlte. Trotzdem wurde der Blick über die Insel und das Wattenmeer genossen. Nun regnete es schon wieder. Auf Grund der Wetterlage, wurde der Besuch des Nationalparkzentrums auf den nächsten Tag verlegt. Also gab es noch ein Eis und jede Menge Zeit zum Spielen, Toben und Rollen auf dem Deich. Am Abend wurde eine Flaschenpost von den Kindern gefunden. Voller Spannung wurde der Inhalt herausgenommen und von ihrer Erzieherin vorgelesen. Es war ein Brief von Kapitän „Einauge“, der den Kinder einen steinigen, anstrengenden und angsteinflößenden Weg zu einem angeblichen Schatz zeigen sollte. Also machten sie sich auf den Weg. Nach einigen Aufgaben und gruseligen Geschichten kamen sie dann wieder auf den Friedhof der Namenlosen, wo nun doch ein Schatz vergraben sein sollte. Und tatsächlich wurden sie diesmal fündig. Der funkelnde Goldschatz wurde gemeinsam in der Unterkunft ausgepackt und verteilt. In dieser Nacht träumten wohl alle von wilden Piraten. Am letzten Tag hieß es eigentlich Kofferpacken. Doch der langjährige, erfahrene Besitzer des Wattwagenunternehmens Herr Fock teilte den Betreuungskräften mit, dass es an diesem Tag voraussichtlich keine Fahrten mit dem Wattwagen und dem Schiff geben wird. Der Regen und der extreme Nord-West Wind ließen die Priele so voll laufen, dass ein Passieren mit dem Pferdewagen nicht möglich war. „Was nun?“ fragten sich alle Beteiligten.
Mit der Kindertagesstätte waren sie ständig in Kontakt und informierten die Kita-Leitung Frau Schröder, dass sie noch eine weitere Nacht auf der Insel verbringen werden. Frau Schröder gab den Eltern Bescheid. Zum Glück hatte keines der Kinder Heimweh und sie freuten sich, noch einen weiteren Tag auf der Insel zu verbringen. Herr Fock bezweifelte jedoch zeitgleich die Rückfahrt am darauffolgenden Tag. Dies sollte dann kurzfristig am großen Priel entschieden werden. Wenn es unmöglich ist, würde man wieder umdrehen. An diesem Abend hatte sich ein Betriebsausflug mit 40 Gästen im Hause Fock angemeldet, die ja nun nicht auf die Insel kamen. Fock hatte ein Grillbuffet für diese Gruppe vorbereitet, das jetzt von unseren kleinen, gestrandeten Piraten verzehrt wurde. Nun hieß es zittern und abwarten, was die Wetterlage am nächsten Tag mit sich bringt. Am Morgen wurden die Sachen verladen und die Reise ging hoffnungsvoll los. Der große Priel war in Sicht. Schaffen es die Pferde diesen zu überqueren? Der Wind wehte wieder sehr stark, es regnete und der Wasserstand war immer noch sehr hoch. Dann durchquerte der erste Wattwagen den Priel. Alle atmeten auf, dass ihnen diesmal die Rückfahrt gelingt. Es war knapp, denn Pferde und Wagen standen tief im Wasser. Überglücklich aber mit tollen und aufregenden Erinnerungen an diese Fahrt wurden die Kinder von ihren Eltern bereits sehnsüchtig erwartet. Alle hatten sich nun ein Restwochenende verdient.

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