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Geschafft!

Ein Ausbildungsbericht von Daniela Schriever

„Ich darf mich examinierte Altenpflegerin nennen. Aber nun erstmal von vorne:
Am 15. Juli 2009 fing ich in Cadenberge in der Sozialstation Am Dobrock/Sietland als Haus und Familienpflegerin an. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich noch einmal die „Schulbank drücken“ würde, um mein Examen in der Altenpflege zu absolvieren. Doch wie es so im Leben ist, kommt es meistens anders als man denkt.
Nur zu gut kann ich mich noch daran erinnern, dass meine Pflegedienstleitung Silke Heinecke vor mir stand und von einer Weiterbildungsinitiative der Bundesagentur für Arbeit - genannt „WeGebAU“ - berichtete.
In diesem Projekt bekommen unter anderem erfahrene Pflegehilfskräfte die Möglichkeit, eine verkürzte Ausbildung zur examinierten AltenpflegerIn zu machen. Nun stellte sich für mich die Frage: „Habe ich Interesse an diesem Projekt teilzunehmen und auf diesem Wege das Examen zu erlangen?“ Lange überlegte ich, ob ich diesen Schritt wagen sollte und ob ich mir diese Ausbildung zutrauen würde. Nach reiflicher Überlegung war es dann am 1. August 2015 soweit. Ein Betriebswechsel in das Otterndorfer Seniorenheim „Haus am Süderwall“ stand an und von nun an hieß es lernen, lernen, lernen und noch einmal die Schulbank drücken.
Im Haus am Süderwall wurde ich freundlich und mit offenen Armen von der Pflegedienstleitung Elke Ahlf, dem Pflegeteam und von den Mentorinnen Bettina Prey, Rena Dußat und Franzisca Wohlleben aufgenommen. Ja, nun war es soweit ich war mitten drin als Quereinsteigerin im 2. Lehrjahr. Jetzt hieß es möglichst schnell in den aktuellen Unterrichtsstoff einzusteigen und nebenbei die Lerninhalte des 1. Lehrjahres nachzuholen.
Aber der „Lernstress“ hat sich gelohnt, denn am 16. Juni 2017 erhielt ich die Freisprechung zur examinierten Altenpflegerin. Diese zwei Jahre waren zwar anstrengend und auch manches Mal nervenraubend. Doch hat diese Zeit auch Spaß gemacht und ich möchte sie nicht missen. Während der Ausbildung habe ich viel Neues gelernt und auch neue Freundschaften geschlossen. Mir ist noch einmal bewusst geworden, dass es in der Altenpflege nicht nur darum geht, den Pflegebedürftigen bei der Körperpflege und beim Ankleiden zu unterstützen. Nein! Altenpflege ist weitaus mehr und sollte viel mehr Anerkennung erfahren.
Auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Elke Ahlf, Bettina Prey, Rena Dußat, Franzisca Wohlleben und dem super Team vom „Haus am Süderwall“ für die tolle Zeit, die Unterstützung und die vielen neuen Erfahrungen und Erkenntnisse, die ich während der Ausbildung machen durfte, bedanken.
Ein Dankeschön gilt auch allen, die an mich geglaubt haben und mich auf ihre Art und Weise unterstützt haben.“

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