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Erster Giants Run in der Wingst

Für die Teilnehmer war es eine große Herausforderung, 9 bzw. 18 Kilometer durch den Wingster Wald zu laufen.

Mit Hindernissen, die wahrlich nicht alltäglich sind. Und das hieß, nicht nur den Olymp zu erlaufen, sondern auch durch Teiche zu schwimmern, Stahlcontainer zu überwinden, unter Drahtgittern zu robben. Mehr als 50 Hindernisse vom Strohballen bis zum Schwimmbecken mit Gegenstromanlage galt es zu bewältigen, um abschließend völlig durchnässt und erschöpft das Ziel zu erreichen. Ein Highlight in der Region, zu dem sich mehr als 860 Läuferinnen und Läufer angemeldet hatten. Veranstalter Sören Stinski war sich bereits im Vorfeld sicher: „Das wird ein Knaller. Dazu Hubschrauberrundflüge, eine Bühne, auf der „Ausbilder Schmidt“ sicher nicht nur aufmunternde Worte finden wird.“
Damit niemand zu Schaden kommt, hatte Stinski frühzeitig das Rote Kreuz eingebunden. Ein halbes Jahr lang war man in gemeinsamen Vorbereitungen. Zusammen mit dem DRK-Kreisbereitschaftsleiter Friedrich von Saldern, der DRK-eigenen Leitstelle und den Bereitschaftsleitern aus Land Hadeln und Cuxhaven entwickelte er das Konzept für den Sanitätsdienst. Neben den Bereitschaften und der Leitstelle aus Land Hadeln und Cuxhaven wurden noch der Wasserettungstrupp der DLRG Cuxhaven und die Facheinheit Information und Kommunikation des Katastrophenschutzes der Stadt Cuxhaven eingebunden. Die Freiwilligen Feuerwehren unterstützten mit Straßensperrungen, fast 100 Kräfte des Veranstalters standen an der Strecke.
Allein der Personal- und Materialeinsatz des DRK zeigt die Dimensionen: knapp 80 Helferinnen und Helfer, eine Notärztin, 5 Rettungswagen, davon einer sogar als geländegängiger Unimog, mit welchem das DRK Drochtersen unterstützte, 8 Mannschaftswagen. Dazu die mobile DRK-Küche aus Hemmoor, die die Einsatzkräfte über den gesamten Tag mit Frühstück, Mittagessen, Snacks und Getränken bei Laune hielt.
In der Vorbereitung wurden dann auch fast 200 Einsatzstichworte und Geländepunkte im Leitrechner des DRK angelegt. Jede Bereitschaft bekam mehrere schriftliche Einsatzaufträge. Kommunikations- und Funkpläne mussten erstellt, Betreuungs- und Küchenzelte aufgebaut werden. Und dann ging es los...
Beim 9-Kilometer-Lauf wurde für das DRK lediglich das Zusehen spannend. Patienten gab es zunächst keine. Die 18-Kilometer-Strecke forderte dann ihren Tribut. Auf einem abseits des Wasserwerks gelegenen Waldweg stürzte ein Läufer von einem zwei Meter hohen Hindernis und verletzte sich. Das Sanitätspersonal vor Ort forderte umgehend Verstärkung an. Die Leitstelle des DRK alarmierte den Unimog-Rettungswagen sowie die Notärztin, welche den Patienten vor Ort versorgte und schonend zur nächsten festen Straße transportierte. Ein inzwischen alarmierter zweiter Rettungswagen unserer Bereitschaft übernahm den Patienten und transportierte ihn mit Blaulicht und Martinshorn ins Krankenhaus. Der Unimog war somit wieder für weitere Einsätze im Gelände verfügbar. Während noch zwei weitere Patienten ins Krankenhaus eingewiesen werden mussten, blieb es für einige andere bei einem Pflaster. Auch wenn die meisten Teilnehmer unverletzt blieben, wurden sie am Ende doch alle vom DRK versorgt. Denn am Ziel erhielt jeder Läufer eine Rettungsdecke, als Erstmaßnahme gegen Unterkühlung.
Kreisbereitschaftsleiter Friedrich von Saldern: „Wir waren für alle Eventualitäten gerüstet. Der Veranstalter weiß das zu schätzen. Und wenn Giants Run 2018 uns ruft, werden wir die Einsatzbereitschaft in gleicher Stärke wieder herstellen.“

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