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Kreativität ist ein Urbedürfnis

Ausstellung „Kraft – Hoffnung – Mut“ eröffnet / Kunst von Kindern für Kinder und Erwachsene.

Nicht nur Eltern und Verwandte, sondern auch viele kulturbegeisterte Otterndorfer interessierte, was die zwölf Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren unter der Leitung von Künstler Vladimiro Miszak geschaffen hatten. Er habe zum ersten Mal ein solches Projekt begleitet, berichtete der Künstler. Am Anfang sei es schwierig für ihn gewesen, auf jedes einzelne Kind einzugehen. Aber dann waren alle voll dabei“, so Miszak. „Schade, dass es jetzt bald vorbei ist.“ Zweieinhalb Monate lang setzten sich die Kinder einmal wöchentlich künstlerisch mit den Themen Abschied, Umbruch und Verlust auseinander. Entstanden sind Kunstwerke ganz unterschiedlicher Art – von Bildern aus Buntstiften, Acrylfarben sowie in Aquarelltechnik. Außerdem arbeiteten die Kinder mit Bienenwachsknete und stellten Skulpturen aus Pappmaschee und Draht her. „Der größte Gewinn waren unsere Kinder“, betonte Janina Gajdel von der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises, die das Projekt gemeinsam mit Antje Kretzer von der Jugendhilfestation betreute. Die Mädchen und Jungen hätten eine enorme Sozialkompetenz entwickelt. „Die Kinder stehen bei uns im Mittelpunkt“, versicherte Gajdel. Laudator Hans-Volker Feldmann hatte den Nachwuchskünstlern vor allem eine Botschaft mitgebracht: „Weiter so.“ Kreativität sei ein menschliches Urbedürfnis, das Kinder allzu oft ausgetrieben werde. „Hier sieht man, das muss nicht so sein.“ Die Nachwuchskünstler stellten ihre Werke selbst vor. „Die Knete haben wir zum hart werden raus in die Kälte gestellt“, erklärte die achtjährige Moiken fachmännisch ihre Arbeit. Die Gäste durften allerdings nicht nur gucken und Fragen stellen. In einer Kreativecke durften sie sich in einem gemeinsamen Kunstwerk verewigen. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von der Otterndorfer Schülerband „Vier Elemente“.

Finanziert wurde das Kunstprojekt „Kultur macht stark!“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Bundesverband für bildende Künstlerinnen und Künstler. Projektpartner waren die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Cuxhaven, die örtliche DRK-Jugendhilfestation und die Stadt Otterndorf.

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